Die Farbe und das Licht 

Was ist Farbe?

Eigentlich mu§ man ja von "Farbempfindung" sprechen, denn Farbe ist etwas das zwar fŸr den Menschen existiert, das es au§erhalb von ihm aber nicht gibt. Die Physik erklŠrt Farbe, indem sie ... beim Licht beginnt. Jeder wei§ ja wie abhŠngig das Sehen von Farbe vom jeweiligen Licht ist Ð ob in der DŠmmerung, unter Wasser, im Dunkeln oder bei unterschiedlichen gefŠrbten Lichtquellen wie zum Beispiel in Diskotheken.

Was ist Licht?

Licht ist einesteils als elektromagnetische Wellen mit WellenlŠngen zwischen 350 und 750 Milliardstelmeter beschreibbar. Das menschliche Auge nimmt WellenlŠngen auf und als unterschiedliche Reizungen (im Auge auf der Netzhaut) mit Farbinterpretationen wahr. Jeder WellenlŠnge entspricht somit ein bestimmter Farbton. Licht mit einer WellenlŠnge von 750 Nanometern wird als rot bezeichnet, violett beginnt bei 350 Nanometern. Dazwischen liegen vom Violetten zum Roten fortschreitend die WellenlŠngen fŸr blaues, grŸnes, gelbes und oranges Licht. 

Licht? Das Licht freilich ist nicht nur eine Welle, sondern hat auch noch einen Kšrper, so mu§ man das zumindest annehmen. Sonnenlicht hat einen Kšrper - vorstellbar wie eine Kette von Korpuskeln, von Kšrnchen (der Vergleich stammt von Einstein) - der sich AUCH wie eine elektromagnetische Welle fortbewegt.

Wann ist etwas wei§?

Wenn alle WellenlŠngen des sichtbaren Spektralbereichs mit Šhnlichen IntensitŠten auftreten, so erscheint das Licht wei§, wobei die Helligkeit nun von der gesamten IntensitŠt des WellenbŸndels abhŠngt.

Wie entstehen Farben?

Die meisten fŸr das Auge wahrnehmbaren Farben entstehen dadurch, dass der betreffende Gegenstand vom wei§en Licht einen Teil der Wellen absorbiert Ð also aufnimmt - und nur den Rest reflektiert oder durchlŠsst. Die sichtbare Farbe entsteht rein aus dem MischungsverhŠltnis der reflektierten oder durchgelassenen WellenlŠngen, die restlichen WellenlŠngen werden verschluckt. Die Farbempfindung wird dabei durch Mischen von rotem, blauem und grŸnem Licht hervorgerufen, aus dem sich alle anderen Farben zusammensetzen. Der genaue Mechanismus des "Lichtschluckverhaltens" von Substanzen wie aufgebrachten Farben hŠngt im Wesentlichen mit dem molekularen Aufbau der Stoffe zusammen. Farbe sagt also etwas darŸber aus, wie ein Gegenstand mit dem Licht umgeht.

Farbe sagt etwas Ÿber Energie aus

Farbe und ausgesandte WellenlŠnge hat also auch mit dem Energiezustand eines Objektes zu tun. Am vollkommensten ist da natŸrlich die Sonne. Deutsche Biologen haben aber vor kurzer Zeit entdeckt, da§ die FŠhigkeit Sonnenlicht zu speichern ohne seine Energie in Hitze umzuwandeln viel Ÿber Lebendigkeit und Dauerhaftigkeit eines Objektes aussagt. Was wiederum mit der FŠhigkeit eines Lebewesens zusammenhŠngt, sich bestmšglich zu entfalten. Ein gesundes lebendiges Objekt ist nŠmlich daran me§bar, wieweit es bei Dunkelheit selber wieder gewisserma§en Licht ausstrahlen kann. Man sieht also: Alles Leben, ja das ganze Universum ... hat mit Licht und Farbe zu tun.

Niemand kann Farbe machen!

Bei der Farbenherstellung lŠsst sich der Farbton eines Farbstoffes gezielt durch VerŠnderung der MolekŸle der Mischbestandteile verŠndern. Dabei spielen die beigemischten Pigmente eine gro§e Rolle. Das sind jene Stoffe, die sich in der Anstrichlšsung, die ja auch noch andere Eigenschaften wie BlŠueschutz, HŠrte oder ElastizitŠt etc. etc. haben soll, nicht auflšsen. NIE aber wird eine "Farbe" gemacht, sondern immer werden eben Eigenschaften verŠndert wie sich der Anstrich dem Licht gegenŸber verhŠlt. Die Deutsche Sprache ist also ungenau, denn "Farbe" lЧt sich streng genommen Ÿberhaupt nicht machen Ð nur ein Anstrich.

Das Licht ist also dasjenige, das uns Ÿberhaupt etwas zum Erkennen gibt, uns zeigt, was es an Erkennendem gibt. Es entrei§t uns also der inneren Leere, dem Nichts. Zugleich aber erfassen wir aus der Farbe den Umgang des Objekts mit Licht. (Querverweis: Liturgische Farben!) Weil aber der Ort der Wahrheit in uns ist - ist das Licht Offenbarerin der Wahrheit.

Nachbemerkungen: "Mischen von Farbmitteln" - kann nur auf dem subtraktiven Weg geschehen, im Gegensatz zum "Mischen von Farben" - das additiv (bis zum Wei§) geschieht.

Licht und Farbe I (Philosophische Betrachtung eines Malers)

Licht und Farbe II Physikalische Annahmen

 
     
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