SEMINARE "SCHREIBEN - ERZ€HLEN - DARSTELLEN - ERKENNEN" 

No. I

Alles Leben ist ErzŠhlen - Das Drama der …ffentlichkeit

3-TAGES-SEMINAR

Dieses "Seminar fŸr Schreibende und Interessierte" ist so konzipiert, da§ sowohl Aspekte der Mu§e und Reflexion wie auch einer konzentrierten Aufarbeitung eines beruflichen Feldes (PR) berŸcksichtigt werden. Es ist als Modul-Programm aufgebaut, wobei der jeweils dritte Tag (also: Anstatt des hier dargestellten Bausteins "PR") Erweiterungen oder Vertiefungen zulЧt:

- Dramatische Darstellung (Vertiefung der ersten beiden Tage) unter stŠrkerer BerŸcksichtigung von direkt verfa§ten erzŠhlenden Texten

- Das Gedicht als erzŠhlendes GemŠlde (Lyrik)

- Liedkomposition in Zusammenarbeit mit einem  Komponisten; bei dieser Variante werden zwei Parallel-Seminare gefŸhrt, deren eines den Schwerpunkt Text hat, wŠhrend das andere sich mit Komposition befa§t, wobei am dritten Tag beide Gruppen zusammengefŸhrt werden.

- Dramulette In Zusammenarbeit mit einem Schauspieler bzw. Schauspiellehrer werden Kurzdramen verfa§t und sofort aufgefŸhrt; auch hier parallele FŸhrung zweier Gruppen

Die Seminarinhalte flie§en wohl nicht DIREKT in eine berufliche Anwendung (ausgenommen: Public Relations) Aber die sehr grundlegenden Auseinandersetzungen mit dem "Leben als ErzŠhlung und Drama" sind fŸr jedermann ein garantierter Gewinn und kšnnen dem Bereich "Persšnlichkeitsbildung" zugerechnet werden. Damit bieten sie sich sogar fŸr VerkŠufer an, da der Verkaufsvorgang als Akt der Identifikation und Zustimmung einem Drama gleicht.

Die hier vorgestellte Form eines 3-Tages-Seminars erlaubt natŸrlich lediglich einen Abri§ der Inhalte.

AusfŸhrlichere Behandlung mit individuellerer Betreuung der Teilnehmer erfordert die Verteilung des Inhalts der ersten beiden Tage auf ca. 5 Tage.

 

Ziel des Seminars: Ausgehend von einer grundlegenden Untersuchung Ÿber die Struktur der Wirklichkeit als erzŠhlendes Geschehen mit dramaturgischem Aufbau soll jeder Teilnehmer eigene Positionen klŠren kšnnen, um gezielter schreiben zu kšnnen. Denn wer schreibt, mu§ um sein Ziel wissen: Implizit in der Literatur - Explizit in der PR. Gerade in der GegenŸberstellung dieser beiden Bereiche werden Gemeinsamkeiten wie aber auch Unterscheidungskriterien deutlich.

An den ersten beiden Tagen werden Prinzipien des Verfassens eines erzŠhlenden Textes durchgearbeitet. Der dritte Tag ist - aufbauend auf den ersten beiden Tagen - Wesen, Ziel und Notwendigkeit von Public Relations bzw. …ffentlichkeitsarbeit gewidmet.

Die sehr grundlegende Auseinandersetzung mit der Thematik kann sowohl fŸr NeuanfŠnger als auch fŸr arrivierte Schreiber, die ihre Arbeit von anderen Seiten neu durchbluten wollen, oder einfachhin fŸr Leser oder Liebhaber von Kinofilmen von gro§em Nutzen sein.

Neben Beispielen aus der Literatur wird konkret auf wŠhrend der Seminartage verfa§te oder - wenn gewŸnscht - mitgebrachte Texte eingegangen und die besprochenen Inhalte darauf bezogen.

Zielpublikum: Alle Berufs- und Personengruppen, die sich mit dem Verfassen von Texten beschŠftigen oder dies beabsichtigen - Von Literaten bis zu Mitarbeitern in der …ffentlichkeitsarbeit. Ebenso wird aber auch jeder Literatur- oder Film-Interessierte profitieren und dramaturgische Geschehen durch die Auseinandersetzung mit deren Entstehung und Konzeption besser verstehen und beurteilen kšnnen.

Seminarleitung:

Eberhard Wagner

Seminartermin: Nach Vereinbarung

Seminarzeiten: 1. und 2. Tag 9.00 - 12.00, 13.30 - 17.00, 3. Tag 9.00 - 12.00, 13.30 - 16.00

Seminarort: Sollte idyllisch gelegen sein.

Teilnehmerzahl pro Veranstaltung: 10-12 Personen

Benštigte Hilfsmittel: Flip-Chart und/oder Tafel, auch Overhead mšglich, Papier und Stifte. Am Beginn des Seminars erhalten die Teilnehmer eine kopierte schriftliche Zusammenfassung der vermittelten Inhalte samt einer Check-Liste zum Erstellen eines individuellen PR-Konzepts.

1. Tag: Expositionen des Lebens

Vorstellung und Organisationshinweise

ErzŠhlen - Untersuchung Ÿber den Aufbau eines darstellenden Textes anhand von ErzŠhlungen der Teilnehmer aus ihrem Erfahrungshorizont - Das Leben hat einen dramatischen Aufbau - Erkenntnis aus den Bšgen des Geschehens - Inhalt als Erkenntnis aus Bewegung - Erkenntnis ist immer Selbsterkenntnis

Was ist interessant? Interesse, Identifikation und Erkennen - Wissen und Distanz - Beinhaltete Sicht der Dinge und dramaturgischer Aufbau - Etwas wollen hei§t ErzŠhltes subjektiv gruppieren - Was ist zu zeigen? Alles hat ein Ziel: Die Vektoren der Dinge - Wirklichung in die Welt als Trieb zu weiterer Erkenntnis (Warum liest der Leser?)

Ziel allen ErzŠhlens - Darstellen ist ein Zeigen eines Geschehens durch Handelnde - Jeder Leser irrt zuerst - Vom Huckepacknehmen des Lesers (Zielpublikum und Sympathie) - Lassen wir ihn im Glauben: Entfaltung einer Grundposition - Vom Sieg des Falschen - Der Verdacht

2. Tag: Das Drama nimmt seinen Lauf

Spannung und Spannungslšsung - Das hinzukommende Dritte als noch Unbekanntes - Die AutoritŠt des Fremden: Der Wille zur Annahme und "Verkaufen" - Die Wende als Kollaps des Falschen - Der Trugschlu§ als Gegenausschlag - Das Ergebnis als Entlassen von GelŠuterten - Geht das Leben immer gut aus?

Manipulation, Wahrheit und Nachhaltigkeit - RationalitŠt, ErklŠrung und Darstellung - Der Schreibende als Dramenmaschine: Schreiben und Literatur - Rahmenbedingungen - Stil und Inhalt

Nach Bedarf: Verfassen von erzŠhlenden Texten - PrŠsentation im Teilnehmerkreis und Diskussion

3. Tag: Public Relations - Konzeption und Praxis

Was ist PR und warum macht man …ffentlichkeitsarbeit - Kaufen ist Zustimmen im Erkennen - Kann ein interessensgesteuerter Text wahr sein? Vom Suchen des Guten - PR und Literatur - Die Dimensionen einer …ffentlichkeitsarbeit (Spezifische Information - Meinungsbildungsprozesse - Grundstimmung) - Kennen Sie Ihr Unternehmen? - Firmenziele, Corporate Identity und Zielgruppendefinition - Medienwahl

Inhalte (Produkt-, Firmen-, Ereignisinformation) - Fakten und Information als ratonale Entscheidungsgrundlage, Stimmung als Schuhlšffel - Was ist fŸr wen interessant? - Was Sie wissen, wei§ nicht ihr Leser: StandardsŠtze - Sagen Sie sich nicht zweimal aus - Public Interest als TrŠgerbotschaft und Indikator fŸr Aufnahmebereitschaft - Gesamt-Konzeption einer adŠquaten PR

Der Redakteur als Zielperson: StreichfŠhig mu§ er sein - Schreiben aus der Sicht des Mediums - Verfassen von PR-Texten: Gliederung, Form - Das Kurzdrama des ersten Absatzes - Die Stufen in die Tiefe - Text und Bild - Wer nichts sagt redet doch - Leseverhalten bei Zeitungs- und Buchlesern

 

SEMINARKONZEPT ãLIED - TEXT UND KOMPOSITION

Kombinationsveranstaltung fŸr Text- und Tondichter

Verantwortlich fŸr Text: Eberhard Wagner

Verantwortlich fŸr Ton: N. N.

Ziel des Seminars: In zwei getrennten Gruppen und doch mit immer wiederkehrenden wechselseitigen Konsulationen gefŸhrt sollen Grundlagen fŸr die Verfassung von Liedern erarbeitet werden, die jeden Teilnehmer in die Lage versetzen sollen, zu beachtende Eigenheiten im Schaffen der jeweiligen ErgŠnzungssparte (Musik oder Text) im eigenen Werk zu berŸcksichtigen. Dadurch sollen sich dem Kunstschaffenden wie auch dem ãHobbydichter" Wirkensbereiche besser erschlie§en, in denen es auf Zusammenarbeit mit anderen Kunstsparten ankommt.

Nebenziele sind: Schaffen von Kontaktmšglichkeiten und Erfahrungsaustausch, sowie eine Chance auf Neudurchblutung des eigenen Schaffens, die die grundsŠtzliche Reflexion der Arbeitsbereiche bietet. Daneben sollen durch einen ruhigen Seminarablauf und konzentrierte Einzelbetreuung Momente der Inspiration ermšglicht und in Form zusŠtzlicher Freizeitangebote (Besichtigungen, Theater- oder Konzertbesuch, SpaziergŠnge, evtl. Spirituelles Programm) der Mu§e-Wert verstŠrkt vorhandenbleiben.

5 Tage (Abend bis Abend); 

Seminarort: Waidhofen/Ybbs

Voraussetzungen: Proben aus dem Schaffen der Teilnehmer sind vorab einzusenden um in einer Vorauswahl mšgliche Partnerschaften einschŠtzen zu kšnnen

Zielpublikum: Kunst- und Kulturschaffende, aber auch FreizeitkŸnstler bzw. alle, die sich fŸr das Thema ãLied" interessieren

Ausschreibung Ÿber/in: Musikschulen šsterreichweit, Literaturzeitschriften bzw. Literaturkreise, Volkshochschulen, Fortbildungsvereinigungen

Minimale Teilnehmerzahl: 2 mal 6; Maximale Teilnehmerzahl: 2 mal 12

Ablauf

Gruppe Lied

Gemeinsam

Gruppe Text

1. Abend Anreisetag

 

EinfŸhrungskonzert der Seminarleiter mit Beispielen aus ihrem gemeinsamen Schaffen

 

1. Tag

 

EinfŸhrungsvortrŠge und Diskussionen zu Kunst, Musik- und Textaufbau

 

2. Tag

Erstes Verfassen

 

Erstes Verfassen

3. Tag

 

Austausch mit Diskussion von Problemen der ZusammenfŸhrung der beiden Gattungen, Austausch an zu findende jeweilige Partner der anderen Sparte der verfa§ten Dichtungen

 

4. Tag

Musik vom Text

 

Text zu Musik

5. Tag

 

Erfahrungsaustausch unter Anleitung, Einstudieren der Lieder, wobei die Teilnehmer selbst vortragen bzw. Singen wie auch auf jeweiligen Instrumenten spielen sollen

 

Abend 5. Tag

 

…ffentliches Abschlu§konzert

 

Waidhofen, am 23. Februar 2000

 

Seminar ãErzŠhlen Ð Schreiben"

Ziel des Seminars: Ausgehend von eigenem ErzŠhlen der Teilnehmer wird untersucht, was ErzŠhlen Ÿberhaupt ist und welche Rolle es in unserem Leben bzw. im Leben der Menschen spielt. Anhand dieser Geschichten wird den Eigenarten des ErzŠhlens und mšglichen Einflu§faktoren nachgespŸrt.

Vom mŸndlichen ErzŠhlen her wird die Beziehung zum Schreiben ergrŸndet, die jeder der Teilnehmer hat und Grundfragen des schreibenden Darstellens behandelt - ErzŠhlformen wie auch persšnliche Voraussetzungen betreffend. Durch den bewu§teren Umgang mit dem Entstehen von Texten soll Hilfestellung zum punktgenaueren Schreiben gegeben werden. Die Inhalte werden je nach Interessenslage der Teilnehmer gewichtet. Auch persšnliche Beratung in Zusammenhang mit bereits verfa§ten oder beabsichtigten Texten ist Ð wenn gewŸnscht Ð mšglich.

Zielpublikum: Alle, die sich fŸrs ErzŠhlen interessieren bzw. gerne erzŠhlen Ð sei es aus autobiographischem oder aus egal wie gelagertem literarischem Interesse. Auch Nur-Leser werden davon profitieren und literarische Texte mit anderen Augen sehen kšnnen.

 

Inhalt in Stichworten Ð behandelte Themenkreise:

MŸndliches ErzŠhlen: Was ist hat etwas zu erzŠhlen + Was kann erzŠhlen? Wirklichkeit teilt sich mit + Selbst erzŠhlen Ð Mitteilen von sich + Mitteilung und Kennen Ð Kennen und Gemeinsamkeit + Die Rolle von Geschichte(n) in unserem Leben + Autobiographisches ErzŠhlen + ErzŠhlen ist Darstellen + Wirklichkeit als fragmentarische Mitteilung und ErzŠhlen + ErzŠhlen macht sichtbar, was uns bewegt und geformt hat + ErzŠhlen Ð Formen und Strukturen + Was ist eine ErzŠhlung (was ist Handlung? (Die Handlungsbšgen ...) + ãWas ist, sieht man aus seinem TŠtigsein" in der Zeit

Aussage und Ÿbergeordnete Sicht (vom †berschauen) + Mimetik und Darstellung + Was ist Aussage? Direkter und indirekter Inhalt + Die direkte Aussage als Offenbarung + Weltsicht und Aussage + Vom ãPunkt" in einer Geschichte + Wille, Absicht und ErzŠhlung + Die HŠnde in der Welt + Willenlosigkeit/Absichtslosigkeit + Wer verwundet ist, will seine Wunden schŸtzen: Die versteckten Absichten + Der Guckkasten Erinnerung + Erinnerung und Wirklichkeit + Selbsterkenntnis und Freiheit + Wahrheit als vollkommene Darstellung + Man kann nur aus seiner Sicht schreiben: Nur wer am eigenen Hosenboden sitzt kann beobachten + Vom Reden Ÿber mich zum Darstellen von Welt

ErzŠhlen Ð wovon? + Was tut man im Schreiben + Schreiben als Retten der Welt vor dem Vergessen Ð Teilhaben lЧt, wer erzŠhlt + ErzŠhlen und ErzŠhlung als literarische Form + WorŸber sollte man schreiben? + Schreiben, worŸber man reden kann + Schreiben, wie man spricht + Rhythmus der ErzŠhlform (Inhalt und ErzŠhlform) + ErzŠhlform und Wirklichkeitsbogen + Wieviele Ideen vertrŠgt eine ErzŠhlung Ð wieviele braucht sie? + Schreiben, Zeit und †berarbeitung + Mšglichkeiten des schreibenden ErzŠhlen

 
     
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