Auftragsarbeiten

Beispiel: 15min. Sketch fŸr eine Abschlu§feier


Das kleine Mi§verstŠndnis


Sketch


Die Dialoge mŸssen sehr flott gesprochen werden Ð ãAnschlŸsseÒ! Die einzelnen Rollen kšnnen einander wenn es pa§t auch ins Wort fallen.

Dauer: Etwa 16 min.

BŸhnenausstattung: Ein Tisch als Verkaufspudel, StŸhle, evtl. Tische, die Verkaufsregale etc. andeuten, entsprechend gestellt; wenn mšgich: schummerige Beleuchtung. Auftritt von der Seite. KEINE Requisiten fŸr den Laden, diese mŸssen/sollen imaginiert werden.

Dramatis personae
Vorlage - Rolle

Frau L. - Die VerkŠuferin (XXX)
Herr M. - Direktor Meyer
Herr P. - Herr Pflanzer
Frau W. - Frau Mehringer
Frau K. - Frau Ringlotte
Herr S. - Kršbi
Herr F. - Herr Frauentraum
Eine ErzŠhlerin

1

ErzŠhlerin/XXX (spielt stumm) Mein erster Tag in meinem neuen Job, VerkŠuferin. Mein Vater hatte gemeint, ich sollte mir etwas suchen, wo ich meine menschlichen QualitŠten mehr in den Vordergrund spielen kšnnte Ð Kontakte, WŠrme, Herzlichkeit. Und dabei meine heilpŠdagogische Wirkung einsetzen konnte. So war ich also in diesem Gewerbebetrieb gelandet. Die Bezahlung war gut, vorausgesetzt ich verkaufte auch gut , denn ich erhielt Provision ... Der Besitzer hatte mich schon am ersten Tag alleine im GeschŠft gelassen. Ich wŸrde schon machen, meinte er. Soviel Vertrauen ehrte mich. Und ich wollte beweisen, was in mir steckte. Voller innerer Erregung erwartete ich die ersten Kunden.


Meyer (tritt ein) Das ist wieder einmal typisch fŸr Kollegin Mehringer. Erst Ÿberredet sie uns, diesen Humbug mitzumachen, und dann ist sie nicht einmal selber da. Ich hasse solche Ungenauigkeiten. Frau Ringlotte ... ?
Ringlotte (kommt dazu, gleich nach ihr Frauentraum, Kršbl und Pflanzer) bin ja schon da! Ich halte ihre Idee an sich fŸr sehr gut. Wenn ich auch wage die Frage, zu stellen, ob diese Sache allen gleicherma§en dient. Was sagen sie dazu, Herr Frauentraum?
Meyer Da sind Sie ja endlich! Das kostet mich die letzten Nerven ... Herr Pflanzer (der tritt ein), also bitte!
Frauentraum Meine Oma hat schon gesagt, da§ es besser ist, eine Viertelstunde frŸher abzufahren, um eine Viertelstunde zu spŠt anzukommen.
Meyer Es sind geschlagene 7 Minuten, Herr Kollege.
Kršbi (tritt ein, reibt sich die schmerzenden Knie) Ich bin Ÿber das Fahrrad gefallen, das vor der TŸre steht. Gehšrt das jemandem von Ihnen?

ErzŠhlerin/XXX Ich wurde rot.

Pflanzer Da sieht man, was Sport anrichtet.
Ringlotte Das ist aber wohl eine andere Geschichte, nicht wahr?
Pflanzer (sieht sich um) Blubb blubb blubb ... ob das geht?
Frauentraum Das sind doch keine Kinder mehr!
Pflanzer Aber DIESE Erfahrung mu§ ich ehrlich gestehen fehlt auch mir ... uiiii ... (beguckt interessiert die Ð fiktiven Ð Regale mit den Ausstellungswaren)
Frauentraum †berwinden Sie sich einmal zu Neuem. Hatten Sie als Kind nicht auch das BedŸrfnis, Herr Kršbi? ... aber nein: Das ist pfui, sagt das Gesetz, nicht wahr?
Ringlotte Das ist grob fahrlŠssig, ihn so zu ...
Kršbi Ich zitiere die Kollegin Mehringer, denn auf eine Weise hat sie recht: Behinderte sind irgendwie ... (immer leiser)
Ringlotte Das wage ich in Frage zu stellen.
Pflanzer Was ist Ihre Meinung dazu?
Kšbi Wieder so eine Modestršmung - aber bitte, um der Gemeinschaft willen tue ich mit. Auch wenn ich ein wenig schockiert bin, auf den ersten Eindruck. Das erscheint mir zuwenig praktikabel.
Pflanzer Das geht ja noch weiter als bei den letzten BerŸhrungsspielen beim Lehrerseminar. Was sagt das Plenum dazu?
Frauentraum Soll ich mit einer Vorstellungsrunde beginnen?
Pflanzer Bilden wir eine Gruppe ...
Ringlotte Meine Frage an Euch ist ...
Meyer Ja will mir denn keiner zuhšren? Wenn ich eines nicht vertrage dann: Da§ mir keiner zuhšrt. Immerhin bin ich der Direktor unseres ganzen Instituts. Und das wird man nicht umsonst.
Frauentraum Na guat ...
Kršbi Ich war ja dagegen. Schon mein Gro§vater hat immer gesagt: Schneeschaufeln und Leut aufwecken sind die unnštigsten Dinge. Die Leut werden irgendwann schon von selber munter ... (immer leiser) ... wo war ich?
Ringlotte (hebt ihm ein KnŠuel roter FŠden vom Boden auf) Beim Schnee.
Meyer Im Sinne eines kollegialen FŸhrungsstils bin ich dafŸr, da§ wir uns einmal ansehen, was Frau Mehringer einzubringen hat. Mir liegt sehr daran, alle ernst zu nehmen.
Kršbi ... diskutieren, ob das praktikabel erscheint, also fŸr alle Vorteile bietet ...
Frauentraum Ich bin fŸr Selbsterfahrung. Wie sollen wir taugliche Betreuer heranbilden, wenn wir selber nicht einmal wissen wovon wir reden.
Ringlotte (wŸtend) Vielleicht sollten sie ihre Selbsterfahrung auf intimere Situationen beschrŠnkten (deutet auf seine HŠnde in den Hosentaschen, er nimmt sofort die HŠnde raus, auch der Direktor) Des sog i jetzt anfach amoi so.
Pflanzer Paaatschhh ...

 
     
johannes
darstellung
ambrosius
sprache
EBERHARD
stimme
WAGNER
©
wort
   
 
Home  
   
 
         
         
Der Albatros ARS ACTU - Verein zur Fšrderung der KŸnste