2.
Ringlotte
Das ist doch alles hšchst unprofessionell.
Kršbi Kann sich jemand vorstellen, was die Kollegin
gemeint hat? Sollen wir ...?
Pflanzer Wir kšnnten ja ohne sie anfangen ... Sie
gestatten? (er probiert ein AusstellungsstŸck an)
Frauentraum Steht Ihnen gut!
Pflanzer (tritt geziert auf, als trŸge er ein Accessoire)
Uiii .... sie dŸrfen weiter!
Ringlotte Und DAS sollen wir ... ? Wie sollen das
die Behinderten ...? Geht das nicht zu weit?
Frauentraum Psalm 7 des Behindertenevangeliums:
Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Pflanzer Všllig richtig, wenn ich das gleich einmal
austesten darf? Frau Kollegin ...
Ringlotte Kommen Sie mir ja nicht zu nahe.
Frauentraum Paatschh ... (imitiert Pflanzer) Sie
haben deutlich narzi§tische Tendenzen, meine Liebe.
Ringlotte In dem Fall wŸrde ich meinen Narzi§mus
eindeutig Ihrem Exhibit’onismus vorziehen.
Frauentraum Mit welcher BegrŸndung?
Pflanzer Was sagt ihr zu diesem Instrument da?
Ringlotte Wie soll ein Behinderter damit kšrperliche
NŠhe und WŠrme erfahren?
Kršbi Probieren Sie es aus, das WohlfŸhlpotential
ist sicher beachtlich. (findet seine Brieftasche wieder, steckt
sie wieder in die GesЧtasche, setzt sich wieder auf die Verkaufspudel)
Meyer Wenn die Kollegin nicht bald kommt, verliere
ich noch meine Nerven!
Frauentraum Machen Sie auch Hausbesuche? (zur VerkŠuferin)
Ringlotte MŸssen wir das unbedingt selber ...?
Ich meine ...
Frauentraum Sie haben etwas gegen kšrperliche NŠhe,
was?
Ringlotte Bei Ihnen schon!
Pflanzer Paatschhhh ...
Kršbi (zur VerkŠuferin) WŸrden Sie uns den gro§en
Gefallen tun und ... sagen wir das hier ... einmal fŸr uns ... Sie
sehen ja, sonst kšnnen wir uns nie...