Demokratie braucht das Theater! ARS
ACTU Ð Verein zur Fšrderung der KŸnste Der Demokratiebegriff des Abendlandes baut auf der Vorstellung auf, da§ alle Menschen im wesentlichen in der Lage sind, den gegenwŠrtigen Zustand des Gemeinwesens, in dem sie leben, vor dem Hintergrund eines Idealbildes von Allgemeinwohl zu beurteilen. Um damit an Personen die ErmŠchtigung zu erteilen, ihrem von einer personalen Bindung befreites Gemeinwesen im Rahmen grundsŠtzlicher festgelegter Wertvorstellungen vorzustehen. Das macht deutlich, da§ die Demokratie in hšchstem Ma§ dessen bedarf, was als ãmŸndiger BŸrgerÒ bezeichnet wird. Der als Persšnlichkeit definiert werden kann, die der umgebenden Sachwirklichkeit frei von Šu§eren, aber auch inneren ZwŠngen im Rahmen seines Erfahrungshorizonts urteilend begegnen kann. Dieser
Freiheit, ohne die Demokratie zum menschenverachtenden Manipulationskampf,
ja zur Diktatur verkommt, stehen der Irrtum (in Daten wie daraus gebildeten
Fakten) sowie die menschliche SchwŠche des unausgewogenen Eigeninteresses
entgegen. In seinem tŠglichen ExistenzbemŸhen, wo er kraft seiner Persšnlichkeit
den anderen Rolle ist wie jene (oder Institutionen als zu Kultur gewordener
Natur) eine solche ihm sind, ist es ihm oft nicht mšglich, Ÿber eigene
Partialinteressen hinaus den Blick fŸr das abstrakte Allgemeine, das ihn
†bersteigende wie ihn Transzendierende zu bewahren. Ja gerade in der Demokratie,
die die Vektoren der gesellschaftlichen Partialinteressen in einer Resultierenden
vereint und von dieser aus in Gerechtigkeit bewerten mu§, widerspricht
ein solches Au§erkraftsetzen seiner selbst deren Verfa§theit. Die Kunst
ist also fortdauernde Quelle der Regeneration einer Demokratie. Dieser Ethos, dieser Anspruch motiviert die Arbeit von ARS ACTU Ð Verein zur Fšrderung der KŸnste. Seine Arbeit ist immer jenen Grenzen unterworfen, wo der unbedingte Respekt vor Person und Freiheit der Menschen in Verantwortung gewahrt bleiben mu§. Bei Mitwirkenden wie den Menschen im Auditorium gegenŸber, denen in der Darbietung ein Dienst angeboten wird, zu dem sie sich in Freiheit verhalten kšnnen. Zugleich besteht fŸr den KŸnstler die hšchste Verpflichtung zur Wahrhaftigkeit, innerhalb derer er als Alltagsmensch zugunsten des Dargebotenen insofern zurŸcktritt, als er selbst Ÿberwunden haben mu§, was er als Problem darstellt Ð und im reinigenden Empfindungsfeuer der Katharsis Ÿber Identifikation und damit Empathie lšst. Ein besonderer Stellenwert wird durch ARS ACTU natŸrlicherweise der Philosophie als Exerzierfeld der Befreiung beigemessen. ARS ACTU ist in seiner Theaterarbeit diskurs-, seins- und nicht verhaltenszentriert. So wird dem Zuschauer inmitten einer komplexen Welt die Mšglichkeit geboten, auch seiner vielleicht irrationalen €ngste ansichtig zu werden um sich somit von ihnen zu befreien. Vor diesem Hintergrund Ð Unangetastetheit der eigenen WŸrde und Respekt Ð vermag er sich somit frei urteilend zu politischen Fragen zu stellen. Denn die irrationale Angst zieht jene Grenzen enger, wo Urteil reiner, nie differenzierter Reflex einer vermeint notwendigen Selbstrettung erfolgt. Das Theater liefert somit einen entscheidenden Beitrag zu einem Zusammenleben in Toleranz (und nicht GleichgŸltigkeit) und jenem Frieden, der aus der Gerechtigkeit erwachsen kann. Die ihre Spitze im parlamentarischen Diskurs der Entscheidungsfindung hat. Die Arbeit von ARS ACTU ist somit immer zeitgemЧ, ja ZeitgemЧheit wird als Essenz des kŸnstlerischen Schaffens verstanden. Zugleich mu§ Distanz gewahrt bleiben zu dem, was als Mode oft versteckter Irrtum ist. Nur und gerade so vermag wie vielleicht vermochte die Theaterarbeit von ARS ACTU zum tŠglich neu zu erringenden Gelingen von Demokratie beitragen. Dabei ist Parteilosigkeit ein Prinzip, um zum einen jede Instrumentalisierung zu vermeiden, zum anderen wendet sich ARS ACTU an den heutigen Menschen in seinem Lebensumfeld Ð dort setzen die Thematiken der Theaterproduktionen an. Auch wenn StŸckaussagen immanent politisch sein mšgen. |
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