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Zu Schauspiel und Theater - Teil 3 |
Gesang
in der gotischen Kirche von Neukirchen in O…, 1999
Es gibt nicht viele Chorleiter, die begreifen, da§ ein Chor ein
Abbild der Ordnung der Menschen, ja damit des Kosmos ist. Nicht
nur, da§ es Hierarchien der Stimmen gibt - das gienge noch
drein - sondern da§ auch innerhalb der Stimmlagen-Besetzung eine
Hierarchie vorhanden ist, die wenn Ÿberganben Unfruchtbarkeit aller
Arbeit nach sich zieht. Oh, wieviel Neid, und Mi§gunst gerade in
Chšren ...
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Das
Kabarett ist eine Vorform des Schreibens, sein Procedere eine Form
des Entstehens von Text, die Kabarett-BŸhne eine Form des Textentstehens. |
Aflenz/Stmk.
2000 Dem KŸnstler gehšrt nichts: Er ist in reinstem
Sinne zur Askese berufen wie verdammt, begnadet wie verflucht. Das
macht ihn Gott so Šhnlich, Šhnlich ihm steht er quer zur Welt, und
ist doch Mensch. Alles gehšrt ihm, alles kann - ja mu§ - er somit
wahr herausstellen, und doch gehšrt ihm nichts. |
Im
Spiegelkabinett; MŠrz 2002
Es gibt nur zwei Typen von guten Schauspielern: Den besonders
Naiven, oder den besonders Intelligenten. Der Rest ist Mittelma§.
Wieweit der Naive freilich jemals zum KŸnstler wird, ist fraglich.
Denn der KŸnstler brauch diesen Funken, diese Nadelspitze der
Gšttlichkeit (als Prinzip), der Selbstergreifung, um gestalten
zu kšnnen, um wahr herausstellen zu kšnnen.
Nicht
zufŠllig stand der Schauspieler jahrhundertelang am untersten Ende
der gesellschaftlichen Rang-Skala: Mit Recht sogar. Ja, nicht einmal
auf geweihter Erde wurde er bestattet - ohne Persšnlichkeit ...
wie dann heilig werden - denn: Was? |
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