| ARS ACTU Ð VEREIN ZUR F…RDERUNG DER K†NSTE |
| 2. teil - theater + theorie |
| FREIHEIT ALS VORAUSSETZUNG F†R KUNST |
Die grundlegende Ausrichtung der Kunst von ARS ACTU ist Freiheit in seiner Querverbindung zu Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Dies betrifft sowohl den Weg des KŸnstlers als jenen, der die Lebensform des ãWeges zur universalen FreiheitÒ gewŠhlt hat, als auch das VerhŠltnis zu Inhalten wie Adressaten. Dieser Gedanke beseelt auch alle Detailpositionen zu Theater und Theaterformen, Schauspiel, Literatur, die diese Voraussetzung betreffend untersucht und gewŠhlt werden. Aus diesen †berlegungen heraus hat deshalb ARS ACTU sehr sorgfŠltig seinen Weg gewŠhlt, denn die Unfreiheit hat oft sehr subtile Formen angenommen. Manipulation seiner selbst oder des Publikums, aber auch Selbstaufgabe des Theaters, ja der Kunst sind in den Augen von ARS ACTU keine Wege. Schlagworte dazu: Ideologie als zweitwirkliches PhŠnomen der LebensbewŠltigung, als LebensŠu§erung, nicht aber als inhaltliche Vorgabe der Kunst, die um wahr darzustellen ãabsichtsfreiÒ sein muss: Politik (oder Ÿberhaupt Moral als gesolltes Lebensverhalten) ist also bestenfalls selbst Gegenstand der Darstellung, aber nicht deren Absicht.
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THEATER DES SEINS · MENSCHENTHEATER · THEATER DER FREIHEIT |
| THEMATIKEN |
Es
gibt keine EinschrŠnkung der Thematiken, diese liegen in der jeweiligen
Lebensthematik der KŸnstler, im besonderen natŸrlich der dem Theater zugrunde
liegenden Kunst, der Literatur, begrŸndet. Vor dem Hintergrund einer Menschensicht,
die allen Menschen letzthinnig eine bestimmte Gleichartigkeit zumisst,
ist subjektive und wahrhaftige Abstrahierung des KŸnstlers somit immer
auch fŸr den Menschen der nŠheren oder weiteren Umgebung gŸltig. ARS ACTU
bekennt sich zu einer je unerschšpflichen, immer unvollkommenen Aussage,
aber eben zu einer AUSSAGE als Quelle des hinter den Erscheinungen Stehenden,
Abstrakten, das die Welt also Bewegenden. ARS ACTU bekennt sich somit
auch zum Mut, Inhalte analytisch-synthetisch aufzuarbeiten. Und nicht
durch formale, nur die Wirkweisen von Theater benŸtzenden und z. B. durch
rein solipsistisch-effektzentrierte Konzepte auszuweichen. Womit das Theater
weiter ausgehšhlt wird. |
| THEORETISCHE ARBEIT |
Die
theoretisch-interdisziplinŠre Arbeit hat bei ARS ACTU einen extrem hohen
Stellenwert und begleitet wie trŠgt die einzelne Arbeit. Von Anfang der
VereinstŠtigkeit an wird an einer Theorieschrift gearbeitet, die ausgehend
von nŸchterner Bestandsaufnahme einen Weg fŸr die darstellende Kunst aufzeigen
soll, der ein im Wesen des Menschseins, des menschlichen Lebens auf der
Grundlage von erkenntnistheoretischen AnsŠtzen verankertes kathartisch-befreiendes
Mysterium zu sein. Das reformatorisch die Lebenskraft stŠrkt. Dem KŸnstler
kommt dabei die besondere Stellung des ãZelebranten der WahrheitÒ zu,
der sich von dem befreit hat was den Menschen der ãFigurenweltÒ bedrŠngt
und bindet und es somit intentionslos darzustellen vermag. Ohne jede Romantisierung
muss sich der KŸnstler dieser Stellung wieder bewusst sein, um nicht aus
der Angst vor dieser ãFigurlosigkeitÒ (oder/und existentiellen BedrŠngungen)
heraus seine Wirkung und NŸtzlichkeit ãbeweisenÒ zu mŸssen zu glauben. |
| DIE ROLLE DES EXPERIMENTS - DAS STAUNEN ALS BEDINGUNG DES ERKENNENS |
ARS
ACTU bekennt sich dazu, dass einerseits Kunst im Werk immer nur Zeugnis
einer Entwicklung des KŸnstlers ist. Sonst kann man gar nicht von Kunst
sprechen, will man den Begriff an sich nicht ad absurdum fŸhren. Anderseits
aber bedeutet Experiment nicht Schrankenlosigkeit oder gar Ersatzhandlung
aus UnfŠhigkeit. Das Experiment muss somit ein Schritt aus Bekanntem hinaus
sein. Dazu muss aber das Bekannte GEKANNT sein. Bewusst hat ARS ACTU deshalb
grš§ten Wert darauf gelegt, dass (siehe den Punkt ProfessionalitŠt) die
Wirkweise, das Wesen und Instrumentarium des Theaters beherrscht werden
muss, ehe man es Ð und das ist logische Folge des kŸnstlerischen Wirkens,
das sich nie in unproduktivem Nachstellen befriedigen lŠsst Ð Ÿberdenken,
verŠndern kann. Vereinfacht hat es eine MŸnchner Regisseurin auf den Punkt
gebracht: ãMAN KANN KONVENTION NUR BRECHEN, WENN MAN SIE KENNT.Ò Ein AbdrŠngen
von Fragen der ãTheaterreformÒ auf Fragen einer reinen €sthetik oder blo§en
Formenzentrismus lehnt ARS ACTU strikt ab, weil es das faktische Hauptproblem
am Theater nicht in einer Ÿberkommenen €sthetik, sondern in einer Divergenz
der geistigen AnsŠtze von Publikum und ãSchulmeinungÒ, die zu einer drittursŠchlichen
und verkannten neuen Konvention verkommen ist, sieht. Das Publikum, und
zwar gerade jenes, das man quasi verloren hat (also den Gro§teil der Bevšlkerung,
zumal die Arbeiter), ist (als hinweisendes Beispiel) mittlerweile Ÿberrascht
und dankbar, wenn es aktuelles Theater vorfindet, das es versteht (oder:
meint zu verstehen) ARS ACTU ist der festen †berzeugung, da§ dies keineswegs
einen Theaterbegriff verlangt, der gleichbedeutend mit ãkonservativÒ ist.
Aber nicht alles ãzur Natur der Kultur GewordeneÒ ist jene Konvention,
die als Aperzeptionsverhinderung Ð im fehlender Bereitschaft
zu Staunen - abzulehnen ist. |
FACHLICHE
KOMPETENZ |
ARS
ACTU hat immer grš§ten Wert auf fachliche Kompetenz gelegt, und demonstriert
das durch anhaltende Weiterbildung seiner Mitglieder: Ars semper reformanda
... Als Beispiel: 2005/2006 wurde der Faktor LICHT sowie SPRECHEN schwerpunktmЧig
weiter ausgebaut, fŸr 2007/2008 sind die Schwerpunkte RAUM und DRAMATURGIE
geplant. Neben NeuansŠtzen in den Bereichen VERKAUF und ORGANISATION |
INFRASTRUKTUR |
ARS
ACTU hat bisher rein durch Eigenmittelaufbringung Requisitenlager, gut
ausgestattete ProberŠume (1100 Wien, Karmarschgasse 27) sowie technisches
Equipment (BŸro, Verwaltung; Audio/Video) eine Infrastruktur aufgebaut,
wie sie professionelles Arbeiten und eben Probieren zur Voraussetzung
hat. Homepage, elektronischer Newsletter etc. sind obligat. |
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