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Berlin 1935, Garthof "Zur Linde", Treffpunkt einer illustren Gesellschaft. Der jŸdische Komponist Kurt Morgenbaum ist verzweifelt. Soeben wurden Juden per Gesetz und Reichsmusikkammer vom Kulturbetrieb ausgeschlossen. Somit sein neuestes Werk, eine Oper, abgelehnt. Tief verletzt, trifft er wie an vielen anderen Abenden auf die Zeitgewinner - eine Gruppe SS-MŠnner, darunter Horst Lehmann. Er ist Kindheitsfreund der Kellnerin Veronika, die aber bereits feste HeiratsplŠne mit dem Juden Kurt wŠlzt, ja geheim hŠlt, da§ sie von ihm bereits schwanger ist. Horst liebt sie aber immer noch.

Aus seiner Verletztheit Ÿber seine Ausgrenzung als KŸnstler heraus lŠ§t sich Kurt in allseits angeheiterter Stimmung provokant auf einen Disput Ÿber Kunst ein. Musik, Kunst ist eine Hervorbringung der Zeit, des Volkes, und wer immer sich zur VerfŸgung stellt, vermag ein Werk zu schaffen. Kurt behauptet hingegen, da§ es des Genies bedŸrfe, der einzelnen Begabung und ErwŠhlung. Horst nimmt um sein Gesicht nicht zu verlieren die Herausforderung an, und stimmt einem Vorschlag zu, beim ausgeschriebenen Reichskompositeur-Wettbewerb einzureichen.

Bald aber entdeckt er, da§ er nicht in der Lage ist, eine Oper zu verfassen er klagt Veronika sein Leid. Die schaltet rasch und schlŠgt dem SS-Offizier einen Handel vor: Wenn er bereit ist, "dem anonymen Komponisten" eine neue IdentitŠt und das Preisgeld zu verschaffen, verschafft sie ihm ein Werk, das er einreichen kann. Horst ist dazu bereit.

Und tatsŠchlich gewinnt das Werk, als herausragende deutsche Volksschšpfung von Goebbels und Himmler persšnlich und šffentlich gelobt, als Zeugnis der Hevorbringungskraft deutschen Wesens, als Ruhmesblatt der SS. Als Horst jedoch von einer eifersŸchtigen Rivalin von Veronika, der Hure Anke, darauf hingewiesen wird, da§ der Hervorbringer des Werkes ein Jude ist, sieht er die Karten neu gemischt und verlangt von Veronika das Opfer, auf ihr persšnliches GlŸck zu verzichten, will sie Kurt retten ... der nun meint, auf allen Ebenen verloren zu haben. Was also gibt es noch zu verlieren?

 
     
johannes
darstellung
ambrosius
sprache
EBERHARD
stimme
WAGNER
©
wort
   
 
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