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Warum
ist die Kabaretttragšdie neu?
SpŠtestens,
wenn man merkt, da§ das, was man macht, von niemandem, wirklich
niemandem als "dem gleich, was er selber macht und andere
machen" gesehen wird, spŠtestens dann wei§ man: Man hat etwas
Neues gefunden. SpŠtestens dann, wenn etwas den Konservativen
zu links und zu unmoralisch, den Linken zu konservativ, faschistisch
und moralisch ist wei§ man, da§ man einen eigenen Weg geht.Und
spŠtestens dann, wenn man Nachahmer findet, oder zugleich auch
anderwo Šhnliche Formen auftauchen, dann wei§ man: Ja, da entsteht
etwas aus der Zeit, in die Zeit, etwas Neues.
Was
ist etwas Neues? Was ist Ÿberhaupt eine Erfindung? KEINE Erfindung
der Welt wurde einfach so gemacht. Sie alle entstanden nebenher
oder direkt auf dem Wege zur Lšsung eines konkreten Problems auf
der einen, und der Begabung, dem Talent, das jemand bei dessen
Lšsung entfaltette auf der anderen Seite. Der Erfinder war oft
der Einzige, der vom Wert seiner Arbeit Ÿberzeugt war, auch wenn
es abgelehnt oder skeptisch beŠugt oder gar bekŠmpft wurde. Warum
kann das sein? Weil er eben oft als Einziger oder zumindest Erster
wu§te, da§ jeder einzelne Schritt auf diesem Weg richtig war,
vor seinem Gewissen verantwortbar war.
Jahre
war auch ich versucht einen Weg zu finden, das (oder: Einen Gutteil
dessen) was ich am Theater mache (mittlerweile habe ich in ARS
ACTU, aber auch zuvor, Mitstreiter gefunden, die in den Schaffensproze§
eingebunden waren, ihn in jeder Phase mitgetragen haben, und dann,
als das Endprodukt dastand, mit derselben Erfahrung konfrontiert
waren) und fŸrs Theater schreibe unter irgendein Etikett zu subsummieren.
Aus dem einfachen Grund: Um Anerkennung zu finden, um von den
BŸhnen gespielt zu werden, um Subventionen zu bekomen (die IMMER
auf Bekanntem aufbauen, Theaterreform hin oder her: Schon der
Ansatz, da§ eine Jury BEWERTET zeigt, da§ Kriterien BESTEHEN,
und Kriterien kšnnen nur von Bekanntem ausgehen. Und sei es, da§
man - hier wird die Grenze des Verantwortbaren berŸhrt! - das
Unbekannte an sich fšrdert. Auch das passiert nach BEKANNTEN KRITERIEN,
Ÿbrigens,. man kann sich nicht tŠuschen.) Das einzige, das man
wirklich "ablehnt" ist das, was eben wirklich innerhalb
einer Form NEU ist: Weil es nŠmlich genau jene Kraft hat, die
man anderwŠrtig sucht: Da§ es einen anrŸhrt und bewegt. Somit
nŠmlich bezieht man Stellung.
Richtig:
Ein Kriterium dabei ist mit Sicherheit, ob etwas "langweilig"
und "uninteressant" ist. Wenn das erfŸllt wird, dann
hat man nicht etwas "Neues"sondern etwas "das Nichts
ist" gefunden ... Aber DAS, das ist ja wirklich nicht der
Fall. Bei meinen ...
KABARETTTRAG…DIEN.
Was
ist das? Gehen wir gleich in medias res, bringen wir's zur BeflŸgelung
Ihrer Vorstellungskraft anhand konkreter bisheriger Beispiele:
Am meisten in dieser NEUEN (und ich behaupte es in immer grš§erer
Sicherheit) Form gehalten sind bisher drei StŸcke: Zwei Seelen
- Eine Welt, Zwei Seelen - Keine Welt, und Mann (43) sucht Frau!"
Was kennzeichnet diese StŸcke?
Fortsetzung -
2. Teil
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