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Inhalt |
In
einer Dišzese in Tennessee brennt der Hut: Aufgrund unhaltbarer
sittlicher ZustŠnde, einem regelrechten Chaos aus SchwŠchen, Karrierepsychosen
und einfachen Niedrigkeiten, das durch einen Skandal an die …ffentlichkeit
drang, hat Rom die Visitation der Dišzese angeordnet.
TatsŠchlich
kommt ein hochrangiger Bischof um die Angelegenheit zu untersuchen.
Im Gefolge hat er einen Kaplan, den die RŠdelsfŸhrer der zum Regime
ausgearteten Gruppe um den Dišzesanbischof rasch als die eigentliche
Gefahr erkennen. Eigentlich mšchte der Visitator nŠmlich die Visitation
bereits abschlie§en und bis auf einige notwendig anzubringende
Korrekturen keinen allzu negativen Bericht nach Rom melden. Der
Assistent hingegen - unangreifbar, hart und nicht immer ausgewogen
moralistisch in seiner sittlichen Haltung - der von einigen Opfern
des herrschenden Regimes als HoffnungstrŠger gesehen wird, ahnt
bald, da§ unter der irgendwie noch geklitterten OberflŠche wahre
MonstršsitŠt an Verfehlungen brodelt, die in ihrer Dimension dem
Entwurf zum Bericht des Visitator Hohn spottet.
So fassen die
um ihre Karriere, um ihre IdentitŠt, um ihre bequemes, aussschweifendes,
ja feudales Leben im Rahmen kirchlich-institutioneller Mšglichkeiten
FŸrchtenden einen Plan: Die zu erwartenden Konsequenzen und ihren
všllige Verlust von Stellung, ja Lebensperspektive meinen sie
zurecht nur dann abwenden zu kšnnen, wenn es hnen gelingt, die
GlaubwŸrdigkeit des Assistenten so zu untergraben, da§ dieser
eventuell sogar korrumpierbar wird. In jedem Fall dasselbe zu
erwarten hŠtte wie sie: Ein Ende der kirchlichen Laufbahn.
Was also wenn
es gelŠnge, den jungen Priester nicht nur in seiner LebensfŸhrung
einer Abweichung zu ŸberfŸhren, sondern eventuell sogar dazu zu
bringen, seine Priesterberufung aufzugeben? SchwŠchen in der Persšnlichkeit
des Assistenten sehen die RŠdelsfhrer nŠmlich realistisch und
tatsŠchlich.
Sie vereinbaren
mit der VertrauensŠrztin des Priesterseminars, das die Hochburg
der sittlich grotesken ZustŠnde ist, und die als Zeugin und intime
Kennerin der Menschen, die in die VorfŠlle involviert sind, bereits
beste Kenntnis der Gesamtsituation hat, da§ diese den Assistenten
verfŸhren und diesen dann sogar so weit bringen soll, da§ er um
Suspendierung vom Priesteramt ansucht. Die Doktorin, deren Leben
nie so verlief, da§ sie zufrieden war, und die nun - mittleren
Alters - bereits BefŸrchtungen hegt, da§ ihre jetzige Situation,
die den Alkohol als Tršster nie ganz abweisen kann, bereits zur
Endstation ihres Lebens wird.
Und tatsŠchlich:
Der Plan scheint aufzugehen. Aber aus dem Spiel wird fŸr die €rztin
bald tiefer Ernst, denn zwischen ihr und dem Assistenten der Visitation
entbrennt eine tiefe, wahre Liebe, die beide
vor eine všllig neue Situation stellt. |