The History Boys // Nur Geschichten
 
TheaterstŸck von Alan Bennett (2004)
 

Alan Bennett: History Boys - A PlayDieses britische ErfolgsstŸck - Tony Award for best play 2005 - besticht weniger durch seine Handlung und seine Dramaturgie (die durchaus originell ist), sondern durch seine unorthodoxen, frischen Fragestellungen. Es setzt sich mit dem Sinn und Wesen der (heutigen) schulischen Bildung auseinander, die vielfach nur noch ein Zubereiten auf ein bestimmtes Verhalten darstellt. Bennett geht in dieser Geschichte der Frage nach, ob Bildung nicht in erster Linie die Bildung des Charakters bedeutet. Stattdessen ist heute eine Vermittlung anzutreffen, die dem Entsprechen von Konvention und Gebrauchtswert entspricht. Durch seine sehr freumŸtige Weise, Dinge neu zu sehen, di euns heute wie gefangen halten, prŠsentiert sich der anglo-amerikanische Raum in einer Wahrheitsbereitschaft, in einer Bereitschaft, Neurosen freizulegen, die beeindruckend ist.

Das StŸck selbst - Bennett gibt auch Hinweise zur Umsetzung - wŠre durch manche spezifisch britische Anspielungen in vielem fŸr MitteleuropŠer, zumal den deutschsprachigen Raum - nur schwer nachvollziehbar. So ist uns kaum die britische Sicht des Ersten Weltkrieges verstŠndlich oder Ÿberhaupt erst bekannt, der aber auch dort ein bis heute fortwirkendes Traumata ist. Darauf wurde in der †bertragung von Eberhard Wagner RŸcksicht genommen: Historische Spezifika werden durch geschickte Hinweise und behutsame Texterweiterungen auch fŸr uns verstŠndlich. Damit trŠgt das StŸck in dieser Form vermutlich sogar sein Teil zu einer "VšlkerverstŠndigung" bei. Auch fŸr die "Sieger" war 1914-18 und die Folgen - dem 2. Weltkrieg - eine erschŸtternde Katastrophe mit gravierenden gesellschaftlichen Auswirkungen.

 
     
johannes
darstellung
ambrosius
sprache
EBERHARD
stimme
WAGNER
©
wort
   
 
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