DIE FRAGE DER ZULASSUNG DER FRAU ZUM ALTARDIENST
7. Der Kern des Problems: Das brŠutliche Mysterium der Kirche.
Die negativen EinflŸsse einer nicht traditionellen Exegese.
a. Einige neuere wichtige Texte
Das 1. Vatikanische Konzil definiert in der dogmatischen Konstitution
Dei Filio die Kirche zweimal als Braut Christi: "Unser Herr
hat es niemals unterlassen, seiner geliebten Braut beizustehen"
(Prolog) und in der Konklusion von ¤ 4: "Die Lehre des Glaubens
wurde der Braut Christi anvertraut als heiliger Schatz, den sie
treu zu bewahren hat." Vom Zweiten Vaticanum wird das Wort
Braut 18 mal verwendet, davon 16 mal als Beschreibung fŸr die
Kirche. (31) Zwei sehr signifikante Passagen mšchte ich zitieren:
Lumen Gentium, 7: "Christus aber liebt die Kirche als seine
Braut; er ist zum Urbild des Mannes geworden, der seine Gattin
liebt wie seinen eigenen Leib (vgl. Eph. 5, 25-28); die Kirche
ihrerseits ist ihrem Haupte untertan (ebd. 23-24)." Und Sacrosanctum
Concilium, 7: "In der Tat gesellt sich Christus in diesem
gro§en Werk (der Hl. Liturgie, Anm.), in dem Gott vollkommen verherrlicht
und die Menschheit geheiligt werden, immer wieder die Kirche zu,
seine geliebte Braut. Sie ruft ihren Herrn an, und durch ihn huldigt
sie dem ewigen Vater." Auch der Katechismus der Katholischen
Kirche nimmt dieses Thema auf und entwickelt das Mysterium der
Kirche, die nach dem Plan Gottes die Braut Christi ist. Unter
dem Titel "Die Kirche ist die Braut Christi" ist die
Nr. 796 ganz diesem Mysterium gewidmet. (Siehe auch die im Nachwort
zitierte Passage von Inter Insigniores)
b. Der Kern des Problems
Vor jeder liturgischen Innovation mšge man, so Sacrosanctum Concilium
(Nr. 23), immer mit einer sorgfŠltigen theologischen, historischen
und pastoralen Studie beginnen, was notwendigerweise ein Stidium
der Schrift mit einschlie§t. Dies setzt aber voraus - und hier
kommen wir zum Kern des Problems - da§ man vor der gro§en kirchlichen
Tradition der Berufung von Mann und Frau im Plan Gottes eine wahrhaft
katholische Vorstellung hat. Die Hermeneutik oder - wenn man ein
einfacheres Wort bevorzugt - die biblische Exegese mu§ sagen,
was in den Texten steht, und nicht das, was man dort abhŠngig
von kulturellen WiderstŠnden zu funden glaubt. (vgl. Paul VI.,
Profession De Foi, 5, 30. Juni 1968). Anders gesagt ist es nštig,
zu erkennen, da§ Gott, als er den Menschen erschuf, nicht ein
androgynes Wesen erschaffen wollte, das beide Geschlechter in
sich vereinigt, sondern zwei unterschiedliche menschliche Personen,
den Mann und die Frau, gleich an WŸrde, weil beide nach dem Bild
Gottes geschaffen sind, aber absolut verschieden, und in diesem
Sinn wahrhaft ungleich, weil nicht austauschbar, insofern sie
weiblich und mŠnnlich sind. (vgl. KKK 369 - 372) Man mu§ au§erdem
zugleich mit der Tradition verstehen, da§ Gott, als er den Menschen
als Mann und Frau erschuf, auf geheimnisvolle Weise im Voraus,
aber trotzdem real, die Hochzeit des Wortes mit der Menschheit
ausdrŸcken wollte. Dies war ein hŠufiger Gedanke der KirchenvŠter.
Ein lapidarer Satz Leos XIII. lautet: "Vom Anfang an ist
die Ehe ein Abbild (adumbratio) der Inkarnation des Wortes."(32)
Ebenso sagt Johannes Paul II., die christliche Ehe sei eine Glaubensgemeinschaft
zu zweit, etwas typisch christliches, weil sie die Inkarnation
Christi und das Geheimnis des Bundes reprŠsentiere.(33) Dies fordert
zwei Dinge auf dem Gebiet der biblischen Exegese:
* einerseits mu§ man dem Bericht von der Erschaffung von Mann
und Frau zu Anbeginn und das Drama der ersten SŸnde als historisch
und real anerkennen
* andererseits soll man in angemessener Weise, Ÿbereinstimmend
mit der Tradition die herrliche Lehre der Propheten interpretieren,
die Hosea, Jesaja, Jeremia und Ezechiel
einschlie§t
und die im AT Ÿber den Psalm 45 zum Hohelied fŸhrt, dem biblischen
"Buch der Superlative" (A. Robert,(34) welches ganz
zu der bewundernswerten prophetischen Tradition gehšrt, die von
Hosea ausgeht. (A. Robert)(35)
Deshalb kann es natŸrlich auch keine wirklich wissenschaftliche
und traditionelle Exegese geben, die sich auf die Behauptung stŸtzt,
die Analyse des Textes des Hoheliedes wŸrde uns dazu verpflichten,
seinen Inhalt au§erhalb der gro§en prophetischen Analogien zu
sehen, oder da§ die Bedeutung des Buches jene eines Gedichtes
sei, welches die natŸrliche menschliche Liebe preise.(36) Die
Deklaration Inter Insignores sagt genau das Gegenteil (siehe den
im Nachwort zitierten Text). In diesem Punkt kann man die zumindest
etwas erstaunliche Interpretation von Hans Urs von Balthasar nur
bedauern.(37)
Weil es sich hier wahrhaft und vor allem - im literarischen Sinn,
einer literarischen Gattung gemЧ, die zugleich dem Midiasch(38)
und der Allegorie entstammt - um die Geschichte der Liebe Gottes
zu seinem auserwŠhlten Volk handelt, erhšht die Geschichte dieses
Bundes nur als Konsequenz und indirekt die eheliche Liebe, und
sie ist fŸr aufrichtige Herzen ein Antidot zum gegenwŠrtigen Erotismus.
AndrŽ Feuillet ist ein zeitgenšssischer Exeget, der in zahlreichen
Artikeln bestens gezeigt hat, wie das Hohelied auch in den vier
Evangelien extrem prŠsent ist. Der Vielgeliebte der Taufe und
VerklŠrung Christi ist der BrŠutigam des Hoheliedes; er wird von
Johannes dem TŠufer so bezeichnet, und selbst Maria Magdalena,
solch eine Braut des Hoheliedes, ist auf der Suche nach Christus,
dem Geliebten(39) (vgl. Hl. Gregor der Gro§e, Liturgia Horarum,
"Zum Fest der Hl. Maria Magdalena", vgl. auch Inter
Insigniores, ibd.)
Es ist verstŠndlich, da§ die antiken Autoren wie Origenes, der
Hl. Hieronymus, der Hl. Gregor von Nazianz, der Hl. Gregor der
Gro§e und der Hl. Bernhard warnten, man dŸrfe das Hohelied nicht
einfach in beliebige HŠnde legen; dies verlangt auch die jŸdische
Tradition. Die LektŸre erfordert ein reines und keusches Herz,
das es dem inneren Menschen ermšglicht, es in seiner Tiefe und
in seiner ganzen Wahrheit zu erfassen. Man mu§ sein Gewand waschen
und sich reinigen, bevor man sich dem Berg nŠhert (Ex. 19, 10-15).
c. "Volle, bewu§te und aktive Teilnahme an der Liturgie"(40)und
Wahrheit der Zeichen
Aber diese Umkehr des Herzens, die die Kirche verlangt, um das
"Innere" des Wortes Gottes, nach einem schšnen Wort
des Hl. Augustinus(41), besser zu verstehen, ich auch unerlЧlich
fŸr das, was man eine "volle, bewu§te und aktive Teilnahme"
an der Hl. Liturgie nennt. Eine der Bedingungen fŸr eine solche
Teilnahme an den Hl. Geheimnissen ist, da§ die Zeichen wahrhaft
Zeichen sein mŸssen, die in angemessener Weise die grš§ten Geheimnisse
der liturgischen Handlung ausdrŸcken, besonders jenes des ununterbrochenen
Dialoges zwischen BrŠutigam und Braut. Man mu§ auch den Sinn dieses
Ausdrucks "volle und aktive Teilnahme des ganzen christlichen
Volkes" (z.B. Sacrosanctum Concilium, 14) genauer betrachten.
Er entstammt nicht der Verhaltenspsychologie, sonder der richtigen
Vorstellung von der Erkenntnis Gottes. Diese Erkenntnis ist immer
und zuallererst eine gewisse PrŠsenz des Erkannten im Erkennenden.(42)
Sie ist nie formell passiv, weil sie ein Merkmal Gottes ist.
So ist Gott mit allen seinen Geheimnissen, der Dreifaltigkeit,
der Schšpfung, der Inkarnation, der Erlšsung, der Gnade und dem
Himmel in der Seele der GlŠubigen prŠsent; in einer gewohnten
Weise schon seit der Hl. Taufe durch die Tugend des Glaubens,
aber weiters auf eine aktuelle Weise durch die Taten des Glaubens,
besonders jenen, die von der Liturgie der Kirche gefordert werden.
Die Schlu§folgerung ergibt sich von selbst: Die Anwesenheit der
Frau im Altarraum, der ein Ort ist fŸr Christus, dem neuen Adam,
BrŠutigam und Erlšser, der Ort des Bischofs als BrŠutigam seiner
Kirche (43) , der Ort des Priesters und des Diakons, diese unangebrachte
weibliche PrŠsenz fŸgt, wenn sie auch nicht die ObjektivitŠt des
ohne Unterla§ erneuerten Erlšsungsaktes zerstšrt, doch dem persšnlichen
Glauben jedes einzelnen Mitgliedes der versammelten Gemeinde einen
Schaden zu, weil sie ihm eine verfŠlschte Bedeutung des Mysteriums
vermittelt; sie schwŠcht seinen Glauben. In dem auf franzšsisch
Ÿbersetzten Buch Initiation ThŽologique nÿ La Liturgie(44) von
Dom Cyprian Vagaggini findet man einige sehr interessante Seiten
Ÿber die Frau und die Liturgie. Obwohl passend fŸr die weibliche
Welt, sind die Aufzeichnungen des Autors doch gleicherma§en gŸltig
fŸr jeden GlŠubigen, Mann oder Frau, der in Gemeinschaft mit der
Liturgie der Kirche das allgemeine Priestertum der Getauften ausŸbt.
Man vergleiche diese †berlegungen mit jenen von Paul VI., als
er die Hl. Theresia von Avila und die Hl. Katharina von Siena
zu Kirchenlehrerinnen erklŠrte und damit aufzeigte, wie es fŸr
jede Frau, in der Nachfolge Mariens und der Heiligen Frauen des
Evangeliums, eine spezielle Eignung fŸr die hšchsten Formen der
Vereinigung mit Gott gibt, aber ohne irgendeine hierarchische
Funktion in der Kirche auszuŸben.
Vagaggini fŸhrt auch das Beispiel des Madame Acarie, der Seligen
Maria von der Menschwerdung, an, die im Verlauf ihres sehr aktiven
Lebens auch ein intensives Gebetsleben in Verbindung mit dem liturgischen
Leben der Kirche fŸhrte. Er spricht auch sehr ausfŸhrlich vom
Beispiel der Hl. Gertrud der Gro§en (1256 - 1302), die als wŸrdige
Tochter des Hl. Benedict die gšttliche Nahrung fŸr ihre Seele
vor allem in der Hl. Liturgie durch eine wahrhaft volle, bewu§te
und aktive Teilnahme schšpfte und die durch ihr Gebet ohne Unterla§
die lebendige Flamme ihres Apostolats neu entfachte. Aber man
stelle sich vor allem vor, obwohl wir hierŸber keine Aufzeichnungen
haben, wie die Mutter des Erlšsers - nach 33 Jahren der Kommunio
durch den Glauben, die Liebe und ihre weibliche SensibilitŠt der
Mutter, bei all den Geheimnissen des verborgenen und šffentlichen
Lebens - man stelle sich vor, wie sie nach der Himmelfahrt voll,
bewu§t und aktiv teilgenommen hat an der entstehenden Liturgie
der Kirche, die von den Zwšlf mit Inbrunst gefeiert wurde.
Die Mutter des Hohepriesters, die Mutter des geopferten Lammes,
hat sich nie an die Stelle der Zwšlf gestellt, um das erneuerte
Opfer ihres Sohnes darzubringen, und sie hat auch nie irgendein
Akolytat oder einen Altardienst ausgeŸbt, der spezifisch mŠnnlich
oder priesterlich gewesen wŠre. Hatte sie indessen nicht noch
mehr als Petrus und Johannes das Anrecht darauf, so zu handeln?
Es ist diese marianische Art, bei der Messe zu dienen und sich
mit dem Erlšser zu vereinigen, die bis heute von jeder christlichen
Frau gefordert wird. In diesem VerhŠltnis der christlichen Frau
zur Liturgie bleibt daher Maria das Vorbild der spirituellen Haltung,
mit der die Kirche die Heiligen Geheimnisse feiert und lebt. (Paul
VI., Marialis Cultis, 16; 2. Februar 1974)
(31) vgl. Lumen Genitum, Nr. 4, 6, 7, 9, 39, 41, 44, 46; Dei Verbum
Nr. 8 und 23; Gaudium et spes Nr. 43; Perfectae caritatis Nr.
1; Sacrosanctum concilium Nr. 7, 47, 84, 85
(32) Leo XIII. Arcanum Divinae Sapientiae (1880), †ber die christliche
Ehe.
(33) Johannes Paul II., Familiaris Consortio (1981). Das Zitat
stammt aus Nr. 13, die zum Titel hat: "Jesus Christus, der
BrŠutigam der Kirche, und das Sakrament der Ehe." Es wird
ausdrŸcklich gesagt, da§ sich in dem Opfer Christi am Kreuz fŸr
seine Braut, die Kirche, der Plan fŸr Mann und Frau manifestiert,
den Gott der Menschheit seit ihrer Erschaffung eingeprŠgt hat.
Dies mšchte ich unterstreichen, denn es ist die eigentliche These
meiner vorliegenden Arbeit.
(34) A. Robert, Le Cantique des Cantiques (Das Hohelied), 1. Edition,
1951, S. 13: vgl. auch A. Feuillet, Das Hohelied, Lectio Divina
10, Paris, 1953, S. 253: "Ebenso und mehr als jede andere
biblische Schrift hŠngt das Hohelied von den prophetischen Schriften
ab, ohne die es nicht verstehbar ist."
(35) A. Robert, ibd., S. 15
(36) Es wŠre besser, hier P. JoŸon, Le Cantique des Cantiques,
Commentaire philologique et exegŽtique, Paris, 1909, S. 5, zu
zitieren: "Es ist nicht wahrscheinlich, da§ ein Gedicht,
welches von Anfang an als profan betrachtet wird, schlie§lich
als heilig angesehen wird. Wir kennen keine Epoche in der Geschichte
Israels, in der sich ein solcher Wandel der Ansichten vollzogen
haben kšnnte."
(37) vgl. Hans Urs von Balthasar, La Gloire et la Croix, III,
Paris 1974, S. 115 ff, unter dem Titel "Eros et la beautŽ
du monde (Eros und die Schšnheit der Welt). Vergleiche den im
Nachwort zitierten Text von Inter Insignores.
(38) Es ist dies die essentielle These von A. Robert, der dafŸr
eine sorgfŠltige philologische und exegetische ErklŠrung angibt
in seinem Kommentar: Robert-Tournay-Feuillet, Le Cantique des
Cantiques, ƒtudes bibliques, Paris 1963. Der Midrasch ist eine
fundierte Theorie, weil er auf einer profunden Kenntnis der alten
Schriften und der biblischen Metaphern, die beinahe Klischees
sind. Er hat die Bildung und Bekehrung der Leser zum Ziel, die
Ÿber die SŸnde und die Bekehrung des Volkes Israel nachdenken,
das niemals vom barmherzigen und treuen Gott verlassen wurde.
(39) Vgl. A. Feuillet, Les Žpousailles messianiques et les rŽfŽrences
au cantique des Cantiques dans les ƒvangiles Synoptiques, Revue
Thomiste 1984, S. 181-211, und 399-424; La rechereche du Christ
dans la Nouvelle Alliance d'aprŽs la christophanie de Joh.20,
11-18, in L'homme devant Dieu. MŽlanges offerts von P. H. de Lubac,
Paris, 1964, vol. 1, S. 93-112 (Zum Vergleich von Maria Magdalena
mit der Geliebten des Hohelieds, vgl. Hld. 3, 1-4). A. Feuillet
hat viel Ÿber die Exegese des Hoheliedes geschrieben. Hier die
letzten Artikel, von denen ich Kenntnis hatte: Perspectives nouvelles
‡ propos de l'interpretation du Cantique des Cantiques, in Divinitas,
1990, S. 203-219; La double insertion du Cantique dans la vie
de la communautŽ chrŽtienne et dans la tradition religieuse de
l'Ancien Testament, in Divinitas, 1991, S. 3-18.
(40) "Plena, conscia atque actuose participatio", Sacrosanctum
Concilium, 14.
(41) "Interiora sermonum tuorum", Hl. Augustinus, Confessiones,
XI, 2, 4; Bibliotheque Augustienne 14, S. 277
(42) Es ist nicht notwendigerweise der- oder diejenige, die man
sieht und hšrt, die diese volle, bewu§te und aktive Teilnahme
am besten ausfŸhren. Es handelt sich um eine immanente Aktion,
deren Ziel und Wirkung vor allem im Inneren des handelnden Subjektes
liegt. (vgl. R. Jolivet, Vocabulaire de la philosophie, Artikel
(Immanent") Siehe auch Hl. Augustinus, De Magistro; Hl. Thomos,
De magistro.
(43) Der Hl. Thomas schreibt bei der Behandlung der Ornamente
und Bekleidung des Bischofs Ÿber den Ringe: "Der Ring bezeichnet
den heiligen Dienst der Treue, der die Kirche als Braut mit Christus
verewigt, weil die Bischšfe selbst den Platz Christi einnehmen
als BrŠutigam der Kirche." "Per anulum sacramenta fidei
qua Ecclesia desponsatur Christo: ipsi enim sunt Ecclesiae sponso
loci Christi." Im Dictionnaire d'Archeologie ChrŽtienne et
de Liturgie (DACL) zitiert H. Leclercq (Artikel Anneau Žpiscopal,
vol. 1, 2182 f) einen Text von Honorius von Autun (XII. Jhd.),
der manchmal dem Optat von Millus (IV. Jahd.) zugeschrieben wird:
Der Pontifex soll einen Ring tragen, um als BrŠutigam der Kirche
erkannt zu werden, er soll, wenn es nštig ist, sein Leben fŸr
sie aufopfern nah dem Beispiel Christi. Er soll die Geheimnisse
der Schrift versiegelt halten fŸr jene, die keinen Glauben haben,
aber denen, die glauben, die Geheimnisse der Kirche erschlie§en.
Der Text handelt von der doppelten Bedeutung des Rings: Die Treue
des BrŠutigams und die AutoritŠt des Oberhauptes, das ein Dokument
signiert oder besiegelt.
(44) Zwei BŠnde, Bruges-Paris, 1959 und 1963, aus dem Italienischen
Ÿbertragen. Zu "Maria von der Menschwerdung", Band II,
S. 193-196; zur "Hl. Gertrud" ebd. das gesamte Kapitel
XXII, S. 207-239