| Sprechunterricht
Die
Sprache, die Stimme, die Art zu sprechen, ja alles was ein Mensch
darstellt, tŠuscht nie - jeder Mensch in all seinen Werken ist eine
pausenlose Aussage. Aber nicht alles Faktische ist einfachhin gut.
Man hat sich an vieles blo§ gewšhnt. Jedem Sprechen entspricht au§erdem
eine komplexe, immer einen Rest geheimnisvolle innere und Šu§ere
Situation, die nicht einfach in Technik aufzulšsen ist.
Ich
erkläre Ihnen also nicht, wie sie herumschwirrende Energien
anzapfen, mit sich und der Welt und deren Urgrund in paradiesischer
Harmonie leben, oder einfach nur noch entspannt sind, im Irrglauben,
sie seien dann am natŸrlichsten. Ich werde Ihnen auch keine Methoden
oder Tips an die Hand geben, wie Sie in fŸnf Monaten eine Persönlichkeit
werden. Nein, ich werde keine Weltanschauung auf ZuckerwŸrfel getropft
verabreichen, oder eine solche verlangen, weil Sie sonst nie zu
sprechen lernten.
Was ich fŸr Sie tun kann ist: dazu beitragen, daß sie manchen
Ballast und falschen Erwartungsdruck abwerfen. Denn es ist eine
Zeitkrankheit, von der Umwelt unerfŸllbare Bedingungen auferlegt
zu bekommen, die man immanentisiert - und dann daran festfriert.
Ganz sicher kann ich auch helfen, da§ Sie spezifische, ortsŸbliche,
oder nur individuelle sprachliche und sprechtechnische Unarten und
Gewohnheiten ablegen. Au§erdem fšrdert die Befassung
mit dem Sprechen jenen Ernst, aus dem notwendige Grundspannung beim
Sprechen, und in RŸckwirkung generell ersteht. Ich kann Ihnen dazu
verhelfen, da§ Sie sich ihrer vom Handwerk her so sicher sein kšnnen,
da§ Sie es leichter wagen, situationsgerecht und als Sie selbst,
in ihrer Rolle, zu sprechen. Und au§erdem macht Sprechen ... Freude .
Aber
es gibt keine "guten" Sprecher, also kann ich Sie nicht
dazu "machen"! Es gibt interessante Sprecher, von Unarten
weitgehend freie, es gibt geeignete, ja es gibt (selten, und meist
nur halbe) KŸnstler, deren Darstellung im Sprechen liegt. Es gibt
aber auch schlicht ungeeignete Aufgaben, oder: jetzt ungeeignete,
es gibt GeschmŠcker, situative €sthetiken, und es gibt nicht zuletzt
jede Menge schlechter Texte, die gutes Sprechen regelrecht demaskiert.
Manche Dinge beim Sprechen sind au§erdem nicht beherrschbar (am
allerwenigsten bei denen, die das glauben), vieles kann man sogar
blo§ nicht verhindern, und manche Unarten (ich denke hier an CharakterzŸge)
kann keine Sprechstunde der Welt beheben. Damit mu§ man leben -
eines Sprechen verrŠt alles, und jedem. Was man zu wissen meint
ist weit kleiner als das, was die Sinne an EindrŸcken zulassen.
Aber
viele sprechtechnische Unarten kann man eben doch beseitigen, und
manches, auch am Vortrag, kann man tatsŠchlich einfach lernen, mu§
einem einfach mal gesagt oder gezeigt werden.
Kontakt
Nur:
leben, das mŸssen Sie freilich weiterhin selbst.
Verwendete
Unterlagen: Egon Aderhold - Sprecherziehung
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