| |
Die
Menschen suchen kein Urteil, sondern GrŸnde, die rechtfertigen.
Aber anstatt das einfach (und idealistisch-sentimental) zu verdammen,
sollte man es als Hinweis dafŸr sehen, da§ dies eine erinnerte,
richtige Ausrichtung der menschlichen Natur wŠre. Die die Schšpfung
als Vollkommenes vorliegen hatte, der allem vorausgehender Grund
von Natur aus eingeschrieben war und ist. Gerechter Grund ist
seiner Natur nach also ein im Konkreten Vorgefundenes.
M٤te
man nicht von einer vom Menschen ausgehend gefallenen, erbsŸndlich
verstrickten Welt ausgehen, mit der Folge des Zwangs zum Urteil.
Die die Doppelnatur der Welt begrŸndet, den Begriff der Natur
spaltet: In "eigentliche Natur" und "faktisch
entstandene Natur". Nicht alles, was in der Natur (wobei
Kultur als natŸrliches PhŠnomen des Menschen zu verstehen ist)
vorkommt, ist somit auch natŸrlich. Alles aber, was dieser "ersten"
Natur nicht entspricht, ist ein Mangel im Insgesamt und langfristig
auf dessen Zerfall als Konkretes ausgerichtet.
So
erklŠrt sich die Aussage, da§ das Gute nur das sein kann, das
auf dauernden Bestand (Ewigkeit) ausgerichtet ist. Und genau
das vollzieht der Mensch. Auch in seiner Suche nach Wahrheit,
die die Ausrede Ÿberschreiten will. |