Der FlŸgelschlag des Schmetterlings ...FORTSETZUNG // BegrŸ§ung II

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FAQ - Technische Hinweise

Mein alter ego, den Schriftsteller, habe ich aber zu dem Thema nicht befragt. Der hat ja sowieso keine Ahnung, wie man Schriftsteller ist, dem braucht man mit solchen Dingen gar nicht zu kommen, ja davor scheint er regelrecht Angst zu haben. Da§ der SŠnger, der Kabarettist und der Sprecher auf meiner Seite waren wu§te ich ohnehin. Also habe ich mich heimlich mit meinem Herausgeber besprochen. Und, als der freudigst zustimmte, mich von Stund an und nŠchtelang hinter die Tastatur meines wunderbaren, leider schon etwas Šlteren MacIntosh geklemmt, den mir Freunde schon seit 2 Jahren "leihen". Und habe trotz aller Bedenken angefangen, eine neue Seite zu bauen. Dem Schriftsteller ist das nicht aufgefallen, er sitzt ja auch immer vor dem Bildschirm. Den habe ich nur ab und zu um einen Beitrag gebeten, wenn es um Texte ging. Naja, eigentlich ist das meiste hier sogar von ihm, und er wird es mir noch danken. Wobei ich beharrlich log, wenn er doch einmal wissen wollte, wofŸr diese ganzen Texte denn seien. Er will soetwa aber ohnehin nie wissen, ist froh, wenn er im Auftrag schreiben kann.

Schlie§lich bin ich dann zu einer Form gekommen, wie sie Ihnen nun am Bildschirm vor Augen steht und sich eigentlich gar nicht so sehr von meinen bisherigen Websites (die sogar einmal einen Award fŸr die optisch "furchtbarste Seite des Tages" erhielt, aber das war sicher nur, weil die Werbung gerade so grauslich war ...) unterscheidet. Nie fertig, denn was wird denn fertig bei mir. Und jedesmal, wenn ich meine eigenen Seiten besuche fŠllt mir wieder etwas auf und ein, das man besser oder anders machen kšnnte. Und jedesmal frage ich mich: Sollte sie nicht noch cooler und "schauspielerhaftiger" werden?

Aber ich bin nicht nur Schauspieler, auch wenn man meine Art zu spielen da und dort zu mšgen scheint. Menschein bedeutet ja, Rollen aufzunehmen, und stŠdig auf einer BŸhne zu stehen. So wie ich nicht einfach ein Schriftsteller bin, nur weil ich viel schreibe, noch mehr schon geschrieben und publiziert habe. Was einem beim Zusammenstellen so einer Seite neu bewu§t wird. Schreiben tut jeder. Und ich bin auch nicht einfach ein Kabarettist, auch wenn das Pubikum mal lacht. †ber jeden lacht man mal Oder ein SŠnger weil ich singe, ein Sprecher weil ich spreche - jeder quasselt. Oder ein Graphiker, weil ich eine Homepage baue (DIESES Beispiel ist am deutlichsten.) Da steht viel mehr dahinter, immer sogar das Gleiche, wenn auch in anderer Gestalt. Und es gibt auch etwas, das jemanden, der redet, schreibt, singt, spielt oder eine Homepage baut ... dann doch zum Graphiker, SŠnger, Schauspieler, Schriftsteller etc. macht, den anderen aber nicht. Und zwar noch BEVOR man von ihm sagen kann, er sei ein besserer oder schlechterer Graphiker, Tischler, Schauspieler, SŠnger etc.

Es ist mir persšnlich wie aus prinzipiellen †berlegungen heraus allerdings problematisch, mit solchen Etikettierungen zu leben. Sogar gefŠhrlich verunsichernd (und man ist ohnehin so mšrderisch selbstkritisch), weil man auch stŠndig privaten EinschŠtzungen ausgesetzt ist und dann schon mal zu hšren bekommt: Also so habe ich mir einen Kabarettisten (etc.) nicht vorgestellt, der ist ja gar nicht lustig sondern ernst, langweilig ... schreibt ja gar nicht dauernd, zieht keine Grimassen, usw. usf. Ein Tischler macht auch keine FŸllungstŸren, wenn er kein Holz hat. Und ich bin lustig auf der BŸhne, wortprŠzise beim Schreiben ... Mario Adorf hat deshalb einmal gesagt: "Was ist ein Schauspieler, wenn er nicht spielt? Nichts!"

All diese Etiketten haben anderseits sicher ein fundamentum in re, und ich bediene mich ihrer auch zuweilen, vor allem um anderen Hilfestellung zu geben. Ohne privat gesellig zu sein geht es halt auch nicht immer. Aber ich bin als Ganzes (und ich habe diesen sehr kindlichen Anspruch) so wie jeder Mensch ... halt einfach ich, einzigartig und unverwechselbar, langweilig und Ÿbergewichtig, und mir mehr wie Ihnen ein RŠtsel. Aber immer bin ich meine eigene Marke und Kategorie, bin schlicht Eberhard Johannes Ambrosius Wagner, geboren in Amstetten, nun in Wien lebend. Aber sicher kein Produkt, das jemand marktgerecht auf ein Bild zuschnitzt, das man vom Schauspieler (etc.) hat.

Also: Wenn ich schon mal halbwegs mit EDV umgehen kann -  warum nicht was ich meine und meinte, Ÿber dieses Medium von mir darstellen zu sollen, zu einer WebprŠsenz nach meinem Zuschnitt zusammenfassen?

Eine Internetseite Ÿber sich selbst zu machen bekommt natŸrlich rasch etwas Manisches. Schon gar, wenn man sowieso einen Beruf hat, der kŸnstlerische Darstellung und verdichtetes, reflektiertes Wort hei§t. Wo eines Aufgabe fŸr andere wesensgemЧ darin beantwortet wird, wenn man wahrgenommen wird. Aber was ist man nach eigener EinschŠtzung wirklich fŸr andere, und was sollte man sein? Denn man ist ja auch, was man sein kšnnte.

Das Ergebnis ist nach Gesetzesauslegung jedenfalls ein Medium, samt Impressumspflicht und Urheberrechtsschutz. Und ich bin in der Rolle des Herausgebers. Damit geht es genau um solche Fragen. Ich habe mich bemŸht, einen Weg zwischen dem vermeint notwendigen Hinweisenden (wo die Darstellung zur Eigenwerbung wird, wie in den Rubriken TheaterstŸcke oder Audio/Video wohl am deutlichsten durchkommt) und dem Medienhaften zu finden. In der man zum VerantwortungstrŠger wird. Manches hier ist also (auch und hoffentlich) Werbung, anderes Beitrag. Je nachdem, welcher der beiden PersonshŠlften in mir gerade am DrŸcker war. Einig waren sie sich nur darin, da§ diese WebprŠsenz eine Stimme werden soll, durch die sich jemand an die da drau§en wendet, die die Welt sind, die ihn hšren soll. Und dieser Jemand bin ich.

Hier finden Sie also nicht einfach eine coole Schauspielerseite (auch das habe ich irgendwie natŸrlich versucht), in der ich mich einem Regisseur, der gerade mal im Internet surft, oder einem BesetzungsbŸro anbiete. Und selbst die berŸhmtesten Schauspieler befinden sich pausenlos in solch einer Bewerbungssituation. (Glenn Glose hat das neulich einmal so nett gesagt.) Oder eine Seite, mit der ich bei Fans Bewunderung und bei anderen Neid erwecken will. Oder meinem privaten Umfeld ein Bild von mir aufdrŠngen will, das ich einfach hartnŠckig behaupte, weil mir lieber wŠre, ich wŠre wirklich so und nicht wie ich fŸrchte da§ ich bin.

Das Ergebnis ist unŸberblickbar? Na da hŠtten Sie meine alten Seiten kennen mŸssen, BEVOR ich sie mit diesen hier verflochten habe ... ;-) Ich habe mich bemŸht, das Vorgestellte so gut es geht geordnet und in der Navigation einfach zu halten. Und wenn man diszipliniert surft findet man immer den Ausgangspunkt wieder. Weniger wŠre mehr gewesen? Ich habe doch ohnehin schon so ausgesiebt! Alleine im Jahr 2000 (da habe ich es einmal erfa§t) habe ich Ÿber 7000 Seiten (was fŸr Mist dabei!) geschrieben ... Wieviel auch in allen anderen Bereichen, das ich normalerweise nicht einmal erwŠhne ... Und es ist es doch etwas Wunderbares, wenn man viel anzubieten hat? Denken Sie doch auch nur an meine Kinder! Wer auf den Vater stolz ist, ist es auf sich.

Meine VielfŠltigkeit mšchte ich nicht verbergen, ich habe Freude daran. Alleine z. B. vor der Kamera ist zu erfahren, wie vorteilhaft es ist, von Leben und Dramaturgie, vom Schreiben eines Drehbuchs, dem ErzŠhlen, dem Erkennen, dem Filmschnitt, der Kunst zumindest eine Ahnung zu haben. Und genauso umgekehrt: Als Autor ist es sehr notwendig zu kennen, was sich im Leben und auf der BŸhne, am Set bei Schauspielern oder dem Produzenten abspielt.

Weniger Texte, mehr Bilder oder Graphiken? Wer das Risiko eingeht, die Seite jemandes zu betreten, der (jetzt sage ich es doch) auch Schriftsteller ist, der mu§ eben damit rechnen, lesen zu mŸssen. Ich bin eben vielleicht doch keiner. Was? Na, ein Schauspieler. Auch wenn ein Teil des Vielen, das ich beruflich tue, sich so nennt. Ich habe aber nicht nur fremde Texte - ich habe etwas Eigenes mitzuteilen.

Sie werden es mit diesen Seiten halten, wie Sie wollen, da habe ich keinen Zweifel: Sich Ÿbersichtsartig Ÿber meine beruflichen TŠtigkeiten oder Privates informieren, sich von den audio-visuellen Angeboten beglŸcken lassen, vielleicht auch tief einsteigen: In Reflexionen zu weitgestreuten Themen, in die Verdichtungen der Literatur, in die TheaterstŸcke, die Essays oder Gedichte und Lieder, die ich prŠsentiere.

In jedem Fall hoffe ich, da§ Sie Gewinn und ein Mehr an Freiheit aus diesen Seiten ziehen.

Das wŸnsche ich Ihnen. Und mir.

Eberhard Wagner

Wien, am 13. Februar 2007

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